Das
lehrt uns Jesus Christus, der uns deutlich geoffenbart hat, was auf unsere
Seele nach dem Tode wartet, und der uns gesagt hat: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber
nicht töten können!“
(Matth. 10, 28)
Auch
unsere Vernunft sagt uns, daß es nach dem Tod ein anderes Leben geben muß, wo
das Gute belohnt und das Böse bestraft wird. Sonst blieben gerade die edelsten
Taten, der Heldentod für den Glauben und für das Vaterland unbelohnt, und
zahllose Verbrechen blieben ungestraft. Das kann der gerechte Gott nicht
zulassen.
Die
Körper sterben dadurch ab, daß sie sich in ihre Teile auflösen. Die Seele aber
kann sich nicht auflösen; denn ein denkendes Wesen, ein Geist, wie die Seele
ist, besteht nicht aus Teilen. Es haben auch alle Völker, die es je gegeben
hat, an ein Fortleben nach dem Tode geglaubt. Geleugnet haben es immer nur
einzelne Menschen, und zwar solche, die Grund hatten, das andere Leben zu
fürchten.
Durch
Verstand, freien Willen und Unsterblichkeit ist unsere Seele Gott ähnlich;
wir sind Ebenbilder und
Kinder Gottes. Halten wir dieses Ebenbild Gottes in uns hoch und führen wir ein
Leben, wie es sich für Kinder Gottes geziemt! Werden wir zu gemeinem und
niedrigem Tun versucht, so sagen wir uns: Ich bin zu Höherem geboren!
(Aus
Pirchler, Der Weg zu Gott)

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