Eine Initiative des Märtyrer-Präsidenten Gabriel Garcia Moreno

Gabriel García Moreno, geboren am 24. Dezember 1821 in Guayaquil, Ecuador, war zweimal Präsident seines Landes (1859–1865 und 1869–1875). Damals kamen in etlichen Ländern Südamerikas laizistische oder gar antikirchliche Regierung an die Macht kamen. Kirchenverfolgungen waren an der Tagesordnung, viele Priester und Ordensleute wurden verbannt. Das kleine Land Ecuador mit seinem Präsident García Moreno war eine katholische Oase inmitten dieses Sturms, der sich gegen die katholische Kirche erhob. Er nahm viele Orden auf und sorgte auch für die Entfaltung der katholischen Kirche in seinem Land. Er war ein glühender Verehrer des Herzens Jesu, wie viele Katholiken des XIX. Jahrhunderts, die unter der Orientierung von Papst Pius IX gegen die antikatholischen Tendenzen dieser Zeit kämpften. Er war aber nicht naiv und wusste, dass auch sein Land von Antiklerikalismus und sonstige negative Tendenzen bedroht war. Er suchte Schutz im Himmel und weihte deshalb Ecuador an das Heiligste Herz Jesu. Dies geschah am 24. März 1874. Das Land blieb in seiner Geschichte auch nicht vor Unheil verschont und vor Angriffen gegen die Kirche. Dennoch ist Ecuador bis heute ein Beispiel an religiösem Eifer und an lebendiger Volksfrömmigkeit. Wir dokumentieren den damals verwendeten Weihegebet vollständig:

Herr, dies ist Dein geliebtes Volk.

Immer, o mein Jesus, wird es Dich als unseren Gott erkennen.

Niemals werden seine Augen sich auf einen anderen Stern richten, als auf diesen Stern der Liebe und der Barmherzigkeit, der inmitten Deiner Brust glänzt, das Heiligtum Deiner Gottheit und die Arche Deines Herzen.

Siehe, o unser Gott, mächtige Völker und Nationen durchbohren den süßen Schoß Deiner Barmherzigkeit mit spitzen Pfeilen. Unsere Feinde schmähen unseren Glauben und spotten unserer Hoffnung, weil wir sie in Dich gelegt haben. Dabei trösten dieses Dir ergebene Volk, sein Präsident, seine Gesetzgeber, seine Bischöfe Deinen Stellvertreter auf Erden, trocknen die Tränen Deiner Kirche, und verwirren die Gottlosigkeit und die Apostasie der Welt, indem sie sich beeilen, sich im Meer Deiner Liebe und Güte zu verlieren, das Dein sanftes Herz ihnen aufdeckt.

Sei also, o unser Gott, Dein Herz sei der brennende Leuchtturm unseres Glaubens, es sei der sichere Anker unserer Hoffnung, das Wahrzeichen auf unsere Fahnen, der undurchdringbare Schild unserer Schwachheit, die Morgenröte eines unerschütterlichen Friedens, das starke Band einer heiligen Eintracht, die Wolke, die unsere Felder fruchtbar macht, die Sonne, die unsere Horizonte erhellt, schließlich die allerreichste Quelle des Fortschritts und der Fülle, derer wir bedürfen, damit wir Kirchen und Altäre errichten, wo seine heilige und herrliche Pracht in unendlicher und friedvoller Herrlichkeit erstrahle.

Wir weihen und geben uns also bedingungslos Deinem göttlichen Herzen, und bitten Dich: Vermehre ohne Ende die Jahre unseres religiösen Friedens;

Verbanne Gottlosigkeit und Korruption, Unglück und Elend aus unserem Vaterland.
Möge Dein Glaube unsere Gesetze bestimmen, Deine Gerechtigkeit unsere Gerichte regieren, Deine Milde und Stärke stütze und leite unsere Führer;

Vervollkommne unsere Priester mit Deiner Weisheit, Heiligkeit und Eifer;

Deine Gnade bekehre alle Söhne Ecuadors und Deine Herrlichkeit kröne sie in der Ewigkeit: Auf dass alle Völker und Nationen der Erde, mit heiligem Neid das wahre Glück und das Aufblühen unseres Volkes betrachtend, ihrerseits Zuflucht nehmen zu Deinem liebenden Herzen und in Ihm den ruhigen Schlaf des Friedens schlafen, den diese reine Quelle und vollkommene Symbol der Liebe und Güte der Welt schenkt.

Amen

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